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Zu allen Zeiten wurde versucht,
Krankheiten mit den Mitteln der Natur zu heilen. Dies galt ebenso für die
Medizinmänner der Naturvölker, wie für Ärzte der Griechen und Römer.
Unter dem Begriff Klostermedizin
versteht die heute Forschung die Zeit des 10. bis 13. Jahrhunderts, einer
Epoche, in der die medizinische Versorgung der Menschen in den Händen der
Klöster lagt. Berühmt waren die Klostergärten in Fulda, Hersfeld oder
Benediktbeuern. Der heutige Begriff Klostermedizin meint eine ganz bestimmte Art der Krankenversorgung, die sich auf die Kräuterheilkunde (Phytotherapie) stützt. Dass das Wissen der Mönche und Nonnen ein Segen für unsere Gesundheit seih kann, stellt in die 9. Auflage das Standartwerk "Handbuch der Klosterheilkunde" (204) dar, dessen Mitherausgeber Dr. Johannes G. Mayer von der Würzburger Forschungsgruppe Klostermedizin ist. Aus unleserlichen Pergamenten und prachtvollen Handschriften entschlüsselte ein interdisziplinäres Forscherteam - Mediziner, Historiker und Mönch - die alten Schätze der Medizin und machte sie für uns wieder nutzbar. Auch auf dem Spitalgelände Aub finden Sie heute wieder einen solchen klösterlichen Kräutergarten. An historischer Stelle, wo auch schon während des Spitalbetriebes der Garten des Spitals war. Weiter Informationen zu Klostermedizin erhalten sie auf den Internetseiten des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg. |